Energieeffizienz

Brauchwassererwärmung und feuchter Keller?

 


Brauchwassererwärmung und feuchter Keller?
Bis Februar 2020 haben wir unser Brauchwasser mit Erdgasthermen bereitgestellt. Nachdem ich 2019 festgestellt habe, daß der Energieverbrauch an Erdgas für einen 5 Personenhaushalt bei ca. 6000 kWh ( 2 Gasthermen) liegt, habe ich mir eine Alternative überlegt und dann eine Luft/Luft-Wärmepumpe im Keller installiert. Kostenpunkt 1.800 €. Da ich handwerklich begabt bin, habe ich diese selbst montiert und in das Brauchwassernetz integriert. Ich kann jetzt einfach mittels 2 Handhähnen zwischen Gasthermen- oder Wärmepumpenbetrieb umschalten. Kostenpunkt für Rohre und Fittings (aus dem Baumarkt) ca. 200 €.
Im 1. Jahr habe ich ca. 1000 kWh elektrischen Strom benötigt. Wird dieser Strom aus erneuerbaren Energien bereitgestellt, bin ich meinem Ziel, möglichst viele fossile Energieträger zu vermeiden, ein großes Stück näher gekommen.

Seit 2019 habe ich eine Photovoltaikanlage mit Energiespeicher in meinem Haus installiert. Kostenpunkt ca. 15.000 €. Über diese Anlage produziere ich ca. 70% meines gesamten Energiebedarfs selbst. D.h. auch für das Brauchwasser muss ich nur noch ca. 300 kWh vom Energieversorger beziehen. Gleichzeitig habe ich fast 2000 kWh Energieüberschuss meiner PV- Anlage an den Energieversorger geliefert.

Ein besonderer Nebeneffekt der Wärmepumpe ist die Kühlung und Entfeuchtung unserer Kellerräume. Bis 2020 hatte unser Keller immer einen leicht modrigen Geruch. Es war unmöglich Kleider oder Bücher abzustellen. Durch die Wärmepumpe ist dieser modrige Geruch völlig verschwunden. Die relative Feuchte ging von über 80 % r.F. Auf Werte zwischen 45 – 60% r.F. Zurück. Wöchentlich entferne ich so ca. 10L Kondensat aus unserem Keller.

Fazit:

Neben der Reduzierung von fossilen Energieträgern wird gleichzeitig mein Keller gekühlt und entfeuchtet. Die Kosten für Wärmepumpe im Vergleich zur Gastherme sind ähnlich. Die Energieeinsparungen, gerade in Verbindung mit einer PV Anlage sind enorm.

Leider werden in den heutigen Energiekostenberechnungen erneuerbare Energien mit Erdgas, Kohle und Kernkraft gleichgesetzt, ohne die jeweils entstehenden Umweltschäden zu berücksichtigen. Fließen diese mit ein, würden alle Verbraucher aus Kostengründen sofort auf erneuerbare Energien umsteigen.